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Fuhrpark-Leiter

Omar
Haddad

Omar Haddad führt den Fuhrpark von GridHaul und verantwortet die 18 Trucks der Europa-Rotation samt Wartung, Fahrer-Einsatz und Routen. Sein Arbeitstag hängt am Rennkalender: enge Zeitfenster zwischen zwei Strecken, wechselnde Zollgrenzen und die eiserne Regel, dass kein LKW zu spät an der Rennstrecke ankommt.

Omar Haddad
Alter 49
Background Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker · Berufskraftfahrer im internationalen Fernverkehr · Werkstattleiter bei einem mittelständischen Speditionsbetrieb · Disponent für Schwerlast-Sondertransporte
Seit 2013
Direktreports 9
Team 9 Mitarbeitende (Werkstatt & Fuhrpark-Koordination) plus 18 Fahrer im Saisonpool
Background

Wer ist Omar Haddad?

Omar Haddad lernte Kfz-Mechatroniker und fuhr mehrere Jahre im internationalen Fernverkehr, bevor er als Werkstattleiter zu einem mittelständischen Speditionsbetrieb wechselte. Dort baute er die Instandhaltung einer alternden LKW-Flotte neu auf und lernte, dass ein Fahrzeug nicht dann fällt, wenn es kaputtgeht, sondern wenn niemand die Wartung vorausgeplant hat. Als GridHaul 2013 die Europa-Flotte auf Rennkalender-Rotation umstellte, holte Marco Steiner ihn an Bord. Seitdem verantwortet er den kompletten Fuhrpark.

Haddad ist ein Mann der klaren Ansagen und der sauberen Checklisten. Er denkt in Wartungsintervallen und Zeitfenstern, nicht in Ausreden, und erwartet von seinem Team dieselbe Verlässlichkeit. Gegenüber den Fahrern gilt er als fair, aber unnachgiebig bei Sicherheit und Lenkzeiten. Wenn es hektisch wird, wird Haddad ruhiger – ein Reflex aus Jahren am Steuer, in denen Panik nie ein Problem gelöst hat.

Heute ist Haddad das Rückgrat der Europa-Rotation: Er koordiniert Routen, Fahrer und Wartung so, dass die 18 Trucks pünktlich von Strecke zu Strecke kommen. Den Lern-Agenten Hermes nutzt er, um Wartungspläne gegen den Rennkalender zu spiegeln, Lenkzeit-Konflikte früh zu erkennen und Fahrer-Einsatzpläne aus verstreuten Terminen sauber zusammenzuziehen. Für ihn ist Hermes kein Spielzeug, sondern ein zweites Paar Augen, das die Routine-Prüfungen übernimmt, damit er sich auf die echten Engpässe konzentrieren kann.

„Achtzehn Trucks, drei Kontinente, ein Rennkalender ohne Puffer – wenn mein Fuhrpark steht, steht das ganze Team.“

— Omar Haddad, Fuhrpark-Leiter

Pain Points

Was Omar nachts wach hält

01 · Wartung gegen Rennkalender takten

Jeder Truck braucht Inspektion, TÜV und Reifenwechsel – aber der Rennkalender lässt kaum Standtage zu. Haddad jongliert Wartungsintervalle so, dass kein Fahrzeug mitten in der Rotation ausfällt. Ein übersehenes Intervall bedeutet entweder eine teure Notreparatur unterwegs oder einen Truck, der zur falschen Zeit in der Werkstatt steht. Diese Planung frisst jede Woche Stunden.

02 · Lenk- und Ruhezeiten im Blick behalten

18 Fahrer über 24 Europarennen bedeuten ein ständiges Puzzle aus Lenkzeiten, Ruhepausen und Grenzübertritten. Die gesetzlichen Vorgaben sind hart, und ein Verstoß kostet Bußgeld und riskiert die Fahrerlaubnis. Haddad muss Routen so legen, dass niemand am Ende einer Etappe über der zulässigen Zeit liegt. Bislang prüft er das oft manuell, kurz bevor es zu spät wäre.

03 · Fahrer-Einsatzpläne aus Chaos bauen

Urlaubswünsche, Krankmeldungen, unterschiedliche Führerschein-Klassen und Erfahrungen mit bestimmten Strecken – all das muss in einen belastbaren Einsatzplan. Die Infos kommen per Zettel, Anruf und Kalender, nichts liegt an einem Ort. Wenn ein Fahrer kurzfristig ausfällt, beginnt die Sucherei nach Ersatz von vorn. Ein sauberer, aktueller Plan bleibt Dauerbaustelle.

04 · Pannen unterwegs koordinieren

Ein Reifenschaden oder Motorproblem auf dem Weg zur Strecke ist der Albtraum: Der Zeitpuffer ist null, die Werkstatt weit, das Rennen wartet nicht. Haddad organisiert dann aus der Ferne Abschlepp, Ersatzfahrzeug und Umladung – oft parallel zur laufenden Rotation. Jede Minute Verzögerung frisst sich durch den ganzen Kalender. Diese Krisen kommen selten allein und immer ungelegen.

05 · Kosten und Verschleiß dokumentieren

Kraftstoff, Mautabrechnungen für 24 Länder, Reparaturbelege, Verschleißteile – die Kostenseite des Fuhrparks ist ein Papierberg. Hanna Falk aus der kaufmännischen Leitung erwartet saubere Zahlen, doch die Belege trudeln unstrukturiert aus ganz Europa ein. Das Zusammentragen und Zuordnen bindet Zeit, die Haddad lieber in die Einsatzplanung stecken würde. Ohne Überblick über den Verschleiß sind Neuanschaffungen kaum zu begründen.

06 · Zoll-Papiere für die LKW-Flotte

Bei jedem Grenzübertritt müssen Fahrzeugpapiere, Ladung und Carnet-Positionen zusammenpassen. Haddad arbeitet hier eng mit der Zoll-Abteilung um Beate Krüger, aber eine Abweichung zwischen Frachtpapier und tatsächlicher Beladung hält die Kolonne am Zoll stundenlang auf. Bei einem Triple-Header kann so ein Aufenthalt den ganzen Zeitplan kippen. Die Abstimmung zwischen Fuhrpark und Zoll ist Präzisionsarbeit unter Zeitdruck.

Ziele

Was Omar erreichen will

Umlaufpläne für alle Europarennen halbautomatisch vorbereiten, menschlich final freigegeben — inklusive Lenkzeit-Check

Ausfallquote der Flotte durch vorausschauende Wartungsplanung unter 2 % halten

Einheitliches Fuhrpark-Reporting (Maut, Verbrauch, Standzeiten) monatlich auf Knopfdruck statt manueller Tabellenarbeit

Reserve-Kapazität so steuern, dass jederzeit mindestens ein einsatzbereiter Ersatz-Truck im Triple-Header vorgehalten ist

Verantwortung

Was Omar steuert

  • Führung und Einsatzplanung der 18-Truck-Flotte und der 24 Fahrer für alle Europarennen
  • Wartung, Leasing, TÜV, Werkstatt-Koordination und Ersatzbeschaffung der Sattelzüge
  • Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten sowie Fahrpersonalrecht
  • Maut-, Kraftstoff- und Kostensteuerung inklusive Zuarbeit an die kaufmännische Leitung Hanna Falk
  • Abstimmung der Straßen-Umläufe mit der Gesamtdisposition (Marco Steiner) und den Express-Fahrten (Jens Petrow)
  • Definition der Zusammenarbeit zwischen Disponenten und Hermes: wann der Agent einen Umlaufentwurf rechnet, wann ein Mensch ihn gegen die Realität prüft und freigibt
Workshop

Welche Übungen Omars Alltag lösen

Umlauf- und Einsatzplanung

zentraler Use-Case — aus Rennkalender, Aufbau-Slots und Lenkzeiten einen konfliktfreien Truck-Umlauf entwerfen lassen und prüfen

Fuhrpark-Reporting

Maut-, Verbrauchs- und Standzeitdaten mit Hermes zu einer monatlichen Auswertung zusammenführen

Schadens- und Rückläufer-Report

Fotos und Notizen der Crew nach dem Rennen in einen strukturierten Flotten- und Trailer-Status überführen

Was-wäre-wenn bei Ausfall

Szenario „Truck-Panne im Triple-Header" durchspielen und eine Entscheidungsvorlage für die Reserve-Disposition erstellen

Eigene Agenten-Skills

festlegen, wann Hermes Umläufe rechnet, Lenkzeiten warnt und Kostenzahlen aufbereitet — und wo die menschliche Freigabe zwingend bleibt